Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 165 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306321--03676-2306654- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
legt, und ohne welche sie sicher dem Trödel oder einem sonst erniedrigenden Gewerbe sich harten widmen müssen, zu verdanken haben. In Umstande versetzt, d>e kaum ihren Hunger zu befriedigen, viel weniger einen Lehrer zu bezahlen, ihnen gestatteten, ward ihnen diese schule vf« fen, und sie wurden unentgeltlich auf den Weg der Litt׳ lichkeit, der Aufklärung, des Wissens und der Bildung zur thätigen Geschaftsmannern angeleitet. Fleiß und eige« nes Nachdenken beförderten ihre Kenntniß und sittliche Bildung; ihre Brauchbarkeit ward von andern eingesehen, benutzt und belohnt; sie unternahmen eigene Geschäfte, Theorie und Praxis; Rechtschaffenheit und Klugheit wirk« ten gemeinschaftlich, und — ihr Glück ward gegründet. — — Sollte nun auch mit diesem Institute eine Lehr« kanzel der französischen Sprache, so wie eine der kaufmännischen Buchhaltung verbunden, oder was noch nothwendiger, eine Religio» sschule nach dem Muster aller Vorzug« lichercn jüdischen Gemeinden im ׳Auslande, verewiget wer« den, so würde dadurch einem sehr dringenden Bedürfnisse abgehvlftn, und der Wunsch aller Einsichtsvollen, aller Freunde des Wahren, Guten und Nützlichen befriediget werden. Und wahrlich! Was ist nicht alles von den ed« len Herzen der Israelitischen Bewohner Prags, von ihrer so rühmlichst bekannten Wohichatigkeit, von ihrer zum Besten der Menschheit so gern, so milde sich öffnenden Hand zu erwarten: — — — Ich habe das Vergnügen am Schluffe dieser Rede zu bemerken, daß zur Verherrlichung unserer gegenwärrigen Feyerlichkcit, durch wohlthatigen Znsammeiischust