Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 10)
- Language
- German
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166 י\ einiger edeln Frauen, dreißig Waisenkinder heute in einem dieser Schulzimmer gespeist werden. — O Vater! o Mütter! die ihr euere Kinder so innig, so herzlich liebt; die ihr allen ihren Wünschen so gern zuvorkommt, beherziget, was es heißt: im frühesten Alter schon vatcr׳und mutter« los, elend und dürftig, einsam, Heimat - und freudenlos in die Welt hineingeworfcn zu scyn; des freundschaftlichen Lächelns, des warmen Händedrucks eines Vaters, des zärtlichen Blickes, des feurigen Kusses einer Mutter ent- -ehren zu müssen. Beherziget dieses, o Menschenfreunde! und verbessert den Zustand der Waisen am hiesigen jüdischeu Waiseuhausc. Die Fonds sind nicht hinreichend, und der Bedürfnisse sind so viele. Schon hat sich eine kleine Gesellschaft edler Frauen zur Verbesserung des Schicksals dieser Waisen zu bilden angefangen; schließt euch an wohlthätige und menschenfreundliche Herzen; führt aus das rühmlich begonnene Werk. — Gott, der Vertreter der Wittwen, der Vater der Waisen, der Vergelter des Guten wird euch lohnen. Lohnen, daß eure friedliche Ehe, daß eure häusliche Ruhe nicht gestört; daß eure Kinder nicht verwaist; daß ihr in eurer Hoffnung, Freude an ihnen zu erleben, nicht getäuscht werdet. Dieser Lohn dießscits hienieden, und was jenseits eurer wartet — wer vermag cs auszusprechen! —