Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 163 (sequence 7)
- Language
- German
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16z Haben mehrere Zöglinge dieser Schule sich diesem ihnen gesteckten Ziele nicht ganz genähert; haben sic die« selbe weniger ausgerüstet verlassen, haben sie mit weniger Brauchbarkeit das bürgerliche Leben angetreten, so liegt wahrlich sehr selten die Ursache in der Einrichtung der Schule, in der Lehrart, oder in dem guten Willen der Lehrer. Wenn ein Vater sein Kind erst im zwölften oder dreizehnten Altersjahre, und auch dann nicht aus Einsicht und Liebe zur guten Sache, sondern genöthiget durch aller« höchst vorgeschnebene Zwangsmittel in die Schule schockt, und es dann nach Verlauf eines halben Jahrs, unter dem Vorwände des bereits überschrittenen Vorschrift uäßi« gen Alters, dem Unterrichte entziehet; wenn das Kind zwar im früher», Alker die Schule zu besuchen aufängt, diesen Schulbesuch aber i» vielfältigen Intervallen von zwei bis drei Monaten u!,ter unbedeutenden Vorwänden unterbricht, und wahrend drei bis vier Jahren kauin die Zeit eines halben Jahrs die Schule frequenlirr; wenn die häusliche Erziehung, vorzüglich in moralischer Hinsicht, der öffentlichen gerade widerspricht, oder besser, die in der Schule in Kopf und Herz geprägte Theorie, mit der zu Hause von Dienstboten, von so genannten Hauslehrern, ja selbst von manchen Eltern, dem Kinde vor Augen ge» legten Praxis in einem so grellen, so absicchenden Kontraste sich zeigt; wenn mancher reiche Vater sein Kind vom Besuche dieser öffentlichen Schu« l c ans dem leidigen Grunde z u r ü ck h ä l t, weilsein Stolz und Eigendünkel sich belei« diget wähnt, sein Kind neben zenein eines Armen auf einer Dank sitzen zu sehen: so ist M 2