Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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162 \ \ § seiner wahren Bestimmung Materialien sammeln und for« mcn, welche der gesunde Verstand des thätigen Welibür« gers hinnchmen und zum allgemeinen Besten gebrauchen könne. Dieser hingegen soll nur das von jenem lernen, was ihn zum vernünftigen und gcstttelen Menschen und zum nützlichen und thätigen Bürger bereitet und bildet. Was für die gesunde Vernunft faßlich werden kann; was gute menschliche Empfindungen erweckt und nährt; was den Geist zu den Geschäften des Lebens aufklart, welcher Croff der Natur, welche Hülfe der Kunst oder Wissen« schast zum allgemeinen Besten vorhanden , wie weit man in die Kenntmß der Natur und Bearbeitung ihrer Produkte gekommen sey; dieß gehört für den Gesichtskreis derjeni« gen Klasse Menschen, welche den geschäftigen und crwer« benden Stand ausmachcn; dieß soll der Stoff zu seiner Bildung und Erziehung, dieß der Gegenstand seiner Be« lehrung und seines Uuterrichts iu der Bürgerschule einer Hauptstadt sryn. Zu allem diesen nun hat der Knabe *), wenn er der allerhöchsten Vorschrift gemäß vom Antritte seines siebenten bis nach Vollendung seines zwölften Mcröjahrs diese Schule unu nterbrochen besucht, Gelegenheit zu er« lernen, um dann als Mensch und Bürger, mit der be« sten Anleitung und gesammelten Vorschriften, die Bahn des geschäftigen Levens, mit mehr als wahrscheinlicher Hoffnung eines guten Erfolgs anzutreten. *J Denn auch von der Mädchenschule hier zu sprechen, würde allzu wcitlauftig se>,׳n.