Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 5)
- Language
- German
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161 vielumfassende, vollendete Kenntnisse, Pokyhissorie, pa» tnsilschc Gelehrsamkeit. Hieran ist nur der Mangel an gehöriger Unterscheidung zwischen dem Gelehrten im streng« sten Sinne, und dem bloß auf das bürgerliche Leben An« wendbaren schuld. Diese Leute haben keine sichere Eränz« linie zwischen dem verschiedenen Zweck des eigentlichen Ge« lehrten und dem des bloß geschäftigen Mannes gezogen. Der Gelehrte soll Wahrheit suchen, und sie aus dem Labyrinthe, worin sie andere vor ihm gelassen haben, her« aus finden: der Geschäftsmann aber soll die gefundene Wahrheit nur wissen, verstehen, und zu seinem Geschäfte anwendcn lernen. Der Gelehrte muß die Wege und Hükfs« mittel sich bekannt machen, durch welche man zur Unter« suchung llnd Berichtigung der mannigfaltigen Wissenschaft ten, welche in dem Umfange der menschlichen Kenntnisse liegen, gelangen kann; er muß sich durch mühsame und weitläuftige Formalitäten durcharbeiten, bevor er das Ziel seines Nachdenkens mit Zuversicht ergreifen kann. Der Geschäftsmann hingegen bedarf aller dieser Formali« täten nicht; er braucht nicht zu wissen, wie der Gelehrte zu seinen Kenntnissen gekommen sey; ihm ist es genug, die Resultate gelehrter Bemühungen zu wissen, welche seinen gesunden Verstand erleuchten, seine Sitten und Gesinnungcn verbessern, und seinen künftigen Beschaftigun« gen Licht und Faßlichkeit geben können. Mit einem Worte: der Gelehrte wird zum Vielwissen, zum Tiefsinn, zum Erfinden, zum Ausspähen der Wege zur Wahrheit, zum Prüfen der Meinungen, zur Untersuchirng aller vorhan« Lenen Werkzeuge des Nachdenkens erzogen, tmb soll nach JV. Iabrg. 1, Band. M