Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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160 «chnete und bei jedem Schritte Verführung zum Abfall witterte, dieses Vorurtheil hat, wenn meine Erfahrung mich nicht trügt, der Zeitgeist und die hellere Einsicht gänzlich verscheucht. Da viele der orthodoxesten Männer, selbst aus der Klasse der Rabbincn, es ciugestehen, daß «ine geläuterte Moral, gegründet auf die Schriften des heiligen Bundes, und in einer für das kindliche Alter passenden Art vorgetragen, das wahre, das einzige Mit» tel ist, die Grundsatze der Religion in das Herz der Ju« gend emzupragen, daß sie bald keimen, Wurzel schlagen und das ganze Leben hindurch die herrlichsten Früchte tragen. Zum Beweise erlaube man mir hier anzuführen, daß selbst viele Eltern, die ihre Kinder ganz nach alten Grundsätzen erziehen, sich von der Zuträglichkeit dieses Gegenstandes dergestalt überzeugt haben, daß sie ein ge« wisses, ob zwar von einem Israeliten verfaßtes, aber doch mit deutschen Schriftzügen gedrucktes Buch, welches die natürliche Moral auf die Prinzipien der jüdischen Religion gründet, für ihre Kinder niit vielem Vergnügen anschafscn, und dem Verfasser ihre Zufriedenheit damit mit Dank zu erkennen geben. Manche, die mit dem Schulwesen überhaupt, und mit der Verfassung und dem Zwecke unsers Instituts be» sonders, zu wenig bekannt sind, haben von deinselben eine zu viel umfassende Idee gefaßt, und weil sic ihr imaginares Ideal nicht realisirt finden, so halten sie ihreKinder von dem Schulbesuche zurück, oder sie sprechen gar diesem Institute alle Nützlichkeit ab. Diese Idealisten for» -ern von dem Zöglinge dieser Schule bei seinem Austritte