Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 159 (sequence 3)
- Language
- German
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59 ז Wachschum und Gedeihen giebt, verleihet auch diesem unnütz scheinenden Kraule Daseyn und Aufkommen. Allein so wahr cs ist, daß jener große Leiter der Natur nichts dem Individuum Schädliches zulaßt, welches nicht dem Allgemeinen ersprießlich, wovon nur das W i e uns Kurzsichtigen nicht allezeit einleuchtend ist, so wahr und sicher ist es auch, daß Schreier und Tadler einer zum allgemeinen Vesten unternommenen Sache eben dadurch wider ihren Willen dieser guten Sache Vorschub leisten. — Ich konnte zwar diese, manchem paradox scheinende Behauptung mit Beispielen aus der Erfahrung belegen — aber Exempla sunt odiosa, sagt ein altes Sprichwort. — Noch jetzt finden sich, obzwar, Dank scy es dem Zeitgeiste, in sehr geringer Anzahl, Menschen in unserer Gemeinde, die aus zu weniger Einsicht und vorgefaßter Meinung, dieses von Joseph dem Unvergeßlichen gegründete, von Leopold dem Gütigen und vor« züglich von unserm Huld - und liebreichen Landcsvater Franz begünstigte, von der hohen Landessielle mit Nach« druck und thatigem Eifer gestützte, durch das mühsame und rastlose Streben eines hochwürdigcn erzbischöflichen Konsistoriums seiner Vervollkommnung immer naher rückende, und von der Gemeinde mit beträchtlichem Kostenaufwande bestehende Institut nicht gehörig würdigen, und ihre Kinder vom Besuche der Schule unter mannigfaltigen Vorwänden zurück halten. Man erlaube mir, einigen Vorwürfen, welche dieser Schule etwa von Menschen ge« dachtcr Art gemacht wurden, hier zu begegnen. Daß bei Einführung dieses Instituts mancher fromme und rechtschaffene Israelit Eingriffe in seiner Religion