Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus der Rede des Herrn P. Beer
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 2)
- Language
- German
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dieser Schule, Herrn Moses Wiener, als Augenzeu« gen dieser Scene, beschreiben. ,-Hier," sagt derselbe in seinen gedruckten Nachrich« ten von dem Ursprünge und Fortgange der deutschen jüdischcn Hauptschule in Prag, ״hier stand ein gerührter Vater und sah mit Entzücken, wie der erste Rabbi *) und die Vorsteher der Gemeinde seinen Sohn einem Orte zu« führten, wo er den Grund zu seinem künftigen Glücke le« gen sollte; dort drängte sich eine zärtliche Mutter durch die Menge des Volks und benetzte den Weg, worauf ihr Kind zu dem Heiligthume der Tugend und Weisheit hin« schritt, init Thränen der Freude und empfundener Wonne: da ging ein Kinderfreund, übersah die Kleinen mit pa« trivtischem Blicke, verglich ihren gegenwärtigen Zustand mit dem vergangenen, und nahm an dem günstigen Schick« sale der Juden, an den bessern Aussichten der bürgerli« chen Gesellschaft den wärmste» Antheil." Es ist zwar sehr wahrscheinlich, daß zwischen den Jubelnden und Freudigen manche Mißtöne der an der guten Sache Zweifelnden, der üble Folgen voraussehen Wollenden, der Neidischen und Mißgünstigen und der aus leidigem Geize die auf dieses Institut verwendende Kosten in Anschlag Dringenden, sich gemischt haben. Aber wo findet man das Unkraut zwischen dem Weizen nicht? — Wohl uns, wenn des Weizens mehr als des Unkrauts ist! Eben der wohlthätige Regen, der dem Getreide ") D-r berühmte und in allem Betrachte ehrwürdige Oberrabbiner Herr Ezechiel t a n d a u.