Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Schriften von und für Israeliten [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 7)
- Language
- German
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IOO A. Ich finde es sehr billig, und halte dieses Gebot für eine der ersten Pflichten des Menschen. F. Warum dieß? A. Weil Vater und Mutter uns unser Daseyn gege« ben; weil sie Gottes Stelle vertreten, und uns in unsrer Kindheit mit aller Sorgfalt pflegen und ernähren; weil sie endlich für die Bildung unsres Herzens und Geistes sorgen, und uns zu guten Menschen erziehen oder erziehen lassen; daher ist cs höchste Pflicht, daß wir sie lieben und verehren müssen. F. Wodurch liebt und verehrt man seine Eltern? A. Dadurch, daß wir als Kinder allen ihren Befeh« len gehorchen, mrd uns bestreben, ihnen Freude zu machen; und als Erwachsene ihnen Achtung bezeigen und ihre Stütze im Alter sind. F. Gegen wen sind wir ähnliche Pflichten schuldig? A. Gegen Lehrer und Vorgesetzte, weil sie bei uns der Elrern Stelle vertreten. (Aboth Abschnitt 4.) F. Wie heißt das sechste Gebot? A. Du sollst nicht morden. F. Was verbietet dieses Gebot? A. Zu morden, d. h. eine Person tobt zu schlagen. F. Verstehet man unter Morden bloß einen unmittelbaren Todtschlag? A. Nein, sondern auch jeder Schade, den man dem Körper eines Menschen zufügt, so wie jede Veranlassung zur Verkürzung seines Lebens, oder zu Schwächung seir.er Gesundheit, durch Kränkungen, Entziehung der Lebensni'.ttel u. d. g., ist unter dem Verbot: du sollst nicht morden, begriffen.