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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 1 · p. Seite 90

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Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 1
Article
Einige Bemerkungen über die gewöhnlichen Ansichten bei der Beurtheilung öffentlicher Schulen
Date
1812-01-01
Page
Seite 90 (sequence 18)
Language
German
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y<5 den die verborgenen Triebfedern der, menschlichen Geüiinun« gen und Handlungen, die Verschiedenheiten der Temperameine und Charaktere, den Zusammenhang und die Berknüpfung der Erscheinungen in der moralischen Welt begreifiich zu machen? Wie ist es möglich, in einem Knabe», der sich noch nicht über die sinnlichen Eindrücke erhebe»» kann, den die Gegemvart noch ganz fest hält, das Bedürfniß des Höhern und Unendlichen zu errege!»? Wie soll man den Lehren die Kraft mittheilen, sich mit seinem Jdcenkreise innig zu vereinigen, und zu Grundsätzen und Maximen zn werden, da ihm die äußere Gestalt von Tugend und Laster und ihr Einfluß auf wahre Glückseligkeit noch nicht bekannt seyn können? Ist es nicht sogar gewagt, ihn über manche Laster aufzuklärcn, die er glücklicherweise noch nicht kenn!? Mögen auch diejenigen Recht haben, welche den morali« sehen und religiösen Unterricht schon im frühesten Alter an« sangen, so »verdcn sie dennoch emgestehen, daß der vollkommne und wirksamste Unterricht erst im Jünglingsalter ercheilt werden kann. Was die Sittcnverderbniß solcher Knaben nothwendig beschleunigen muß, ist die Geschästlosigkeit, »vorin man« che nach ihrcin Austritt aus der Schule einen Theil ihrer Zeit hinbringcn. Dieser Uebergang von anhaltender Beschäftigung zu östcrin Müßiggänge, von strenger Aufsicht zu ungebundener Willkühr, muß in diesem Alter nothlven« dig mit den größten Gefahren verknüpft seyn. Geräth ein solcher Knabe, »vie das oft der Fall ist, unter ungebildete Alltagsmcnschen, die alle Geistesbildung mit pöbelhaftem Spotte belachen, vorbei ist's bann mit aller Hoffnung, mit

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