Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Bemerkungen über die gewöhnlichen Ansichten bei der Beurtheilung öffentlicher Schulen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 12)
- Language
- German
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den Augen der Welt durch ihre Unwissenheit im Hebräischen nicht tas Mindeste verliert. In solchen Umständen muß ein aufmerksamer Knabe bald auf den Gedanken kommen, bloß aus Anhänglich, kcit an die hergebrachte Gewohnheit oder wegen gewisser Familienverhältiiisse ließe man ihn das Hebräische lernen. Es ist daher kein Wunder, wenn viele Kinder diesen Unter, richt mit einer Art von Geringschätzung betrachten, dem Lehrer die Arbeit erschweren, und bald den wenigen Auf» merksamen gleiche Gesinnung und Abneigung einflößen; die Unlust wird allgemein, und ist um desto schwerer zu überwinden, da das Schöne und Anziehende in dieser Sprache für den Knaben ganz verloren geht, und nur von einem ausgebildcten Geschmacke ganz empfunden werden kann. Trotz aller dieser Hindernisse, die diesem Unterrichte von so vielen Seiten entgegcngestellt werden, kann und wird es ein Schüler, der dem Unterrichte von den ersten Elementen an regelmäßig beigcwohnt, bis zur Kennt» n>ß der Grammatik und eines Theils der heiligen Schrift bringen, und, wofern er das Hebräische nicht in die Pol» terkammer seines Gedächtnisses wirft, ohne Mühe für sich weiter fortschreiten können. Ucbrr den hebräischen Sprach» unterricht hätte man also keine gegründete Ursachen zur Beschwerde, und wir wenden uns nun zu jenen, die der Schule den Vorwurf machen, sie mache den Schüler nicht Mit den religiösen Ecrcmonialgesctzen bekannt» durch deren Beobachtung allein der Mensch eigentlich wisse, daß er eine Religion habe