Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Bemerkungen über die gewöhnlichen Ansichten bei der Beurtheilung öffentlicher Schulen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 11)
- Language
- German
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«ine Granzlinie bestimmen, die sie erreichen kann. Diese glauben wir folgenderweise bezeichnen zu müssen. Der Schüler muß wenigstens mit den fünf Büchern Mosis bekannt sepn; aus den andern Büchern werden mehrere der schönsten Stellen überseht und erläutert, und eine allgemeine Einleitung belehrt ihn systematisch über Entstehung, Inhalt und Form derselben. Diese Lectüre, mit dem Wesentlichen der Grammatik verbunden, setzt den Schüler in den Stand, seine Kenntnisse für sich zu erweilern, und mit den Schätzen der hebräischen Literatur ver« trauter z» werden. — Dieses vorgestcckte Ziel könnte jeder Schüler leicht erreichen, wenn nicht der Gedanke in ihm erregt würde, die« sen Unterricht als etwas Unnützliches und Veraltetes zu betrachten. In vielen Hausern ist dieß unvermeidlich. Das Kind wird gelobt, wenn es schön schreibt, Französisch spricht, das Hebräische aber wird kaum erwähnt. Selbst Eltern, denen daran gelegen zu scyn scheint, sind weit cnt« fernt, demselben einen gleichen Rang mit andern Kennt« nissen zu gestatten; es scheint bloß eine momentane reli« giöse Aufwallung zu scyn, wenn sie zuweilen darnach fra« gen. So widersprechen viele sich selbst und verhindern das, was sie so angelegentlich zu wünschen scheinen. Sind es nicht gerade die Eltern, die das Interesse des Kindes an diesem Gegenstände zerstören, so tragen alle Umgebungen unwillkührlich dazu bei; ja oft machen die Brüder die Gesinnung der Eltern lächerlich, und der Knabe ergreift heim« lich ihre Parthei, um so mehr, da er dieselben im vollen Besitze der väterlichen Liebe sieht, so wie ihr Ansehen in