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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 1 · p. Seite 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 1
Article
Einige Bemerkungen über die gewöhnlichen Ansichten bei der Beurtheilung öffentlicher Schulen
Date
1812-01-01
Page
Seite 49 (sequence 3)
Language
German
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49 rigkeiten, die Vorurtheilc, Jnconscquenz und schiefe An« sichten de!» öffentlichen Schulen noch immer encgegeiisiellen, naher zu beleuchten. Das Interesse an Erziehung und noch mehr an zweckmüßigem Unterricht der Jugend hat seit einigen Jahren unverkennbar;«genommen; in vielen bessern Gesellschaften ist cs ein Hauptgcqcilstand der Unterhaltung, und die Frauen scheinen noch lebhaftem Antheil daran zu nehmen, als die, vielleicht allzusehr beschäftigten und zerstreuten Männer. In solchen gesellschaftlichen Unterhaltungen hat der Beobachter die beste Gelegenheit, die herrschenden Ideen näher kennen zn lernen und manche Bemerkung zu machcn, die dem Lehrer und Jugendfreunde nicht gleichgültig se»)n kann. Die erste Wahrnehmung, die sich ihm aufdringen muß, ist die einseitige Ansicht von dem eigentlichen Wesen und Zweck einer öffentlichen Schule und die daraus flicßende unrichtige Schatzung ihrer inner» Güte und Zweck« Mäßigkeit. Die Schule wird da nicht als eine Bildungs» anstalt betrachtet, welche die gcsammlen Scelcnkrästc des Menschen in Anspruch >!>m»1t und sie >n einer naturgemä« ßen Stufenfolge zn entwickeln und zu veredeln bemüht ist, sondern als ein Magazin vieler Kcnnrn.sse und Fertigte!- ten, d.e der Schüler in dem kürzesten Zeiträume emianfen und zu seinem Gebrauche benutzen müsse. Die größere oder kleinere Q u a n t i t a t der cingesammelten Kenntnisse gilt daher allein für das Kriterium des gure» oder fchicchten Zustandes der Anstalt, welchen also jeder, der einige di'ser Kenntnisse besitzt oder zu besitzen glaubt, bloß durch 1ד. Im,ra> 1. Baud. ®

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