Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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nnb umschlang, letzt schon würgend, die Uebrigeuaus Israel. Der bloße Anblick der Wohlhabenheit eines jüdischen Pachters in Tuskicn vermochte den Dichter Rmilius zu dem Wunsche, daß doch nie Pompejus, noch Littrs das Volk möchten bezwungen haben, das so eine Geissel seiner Sieger geworden sey*). Honorius Nachfolger im Reiche waren es auch in seinen Gesinnungen gegen die Juden, insonderheit Valcntinianus III. Aber Rom und die Provinzen waren jetzt bereits eine Bcnte der eingebrochenen Völker ans dem Norden. Das Reich im Abende erlosch in die Nacht der Barbarei, wie unter schwarzen Trümmern der letzte bleiche Schimmer der erstorbenen Flamme. In diesen Verhängnissen verliert sich die Geschichte der jüdischen Kolonie zu Nom in die Masse der Umwälzungen und die Wohlfahrt aller Bürger ergreift gemeinsame Verderbniß. Die innere Einrichtung und Verhältnisse der römischen Juden hatten bis jetzt manchem Wechsel unterlegen. Jedoch war ihnen in geistlichen Dingen das heilige Land immer der Sitz der Obergewalt; denn das Gesetz wurde ihnen von dort gelehrt und gedeutet. Als noch der Tempel bestand, waren Opfer und fromme Spenden der Reichen und der halbe Schekel (dem Römer eine Drachme), die jeder, auch der Acrmsie, jährlich dorthin zollte, die Zeichen ihrer Abhängigkeit von der geistlichen Gewalt des Mutter- *) Atolle ntinam nunquam .Tuclaca subacta i'uis?r,t Pompeji In'llis, imperioque Tili! I.atuis exiisse pestis contagia serpunt Victoresque suos natio victa premit.