Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306295--03495-2306512- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
s; billigcrmassen wenn fit auch im Genüße öffentlicher Vor« ihcile gewesen waren — vollends benommen *). In Rom aber wurde unter Valcnrinian dem lungern, der im Abendlande die casarische Gewalt übertonmcn hatte, ein jüdisches Dethaus verbrannt. (A. c. 5 ). Maximus war damals gegen die Kaiser aufgestande», und begünstigte die Juden, weil er, wie man glaubte, seine Parthei durch sie vergrößern wollte. Er ließ das Bethaus wieder aufbauen, das ihnen in Rom war verbrannt wor« den. Seine Regierung aber war kur;; er wurde gcfan. gen und zu Aqnilcja von den Soldaten enthauptet. Es war dieses, wie der heil. Ambrosius glaubt, ein göttliches Gericht, weil er die Ungläubigen in Schutz genommen*'). Man weiß nicht, daß die Casaren Theodosius und Valentinian den Juden zu Rom die Dorthcile geschmälert hatten, die ihnen vom Afterkaiser waren verliehen worden; einen bittern Feind aber hatten sie an dem heiligen Ambrosius, welcher damals der Kirche von Me« diolanum Vorstand und alles anwandte, um sie dem Kaiser verhaßt und verächtlich zu machen. Doch Theodosius, obgleich dem Bischof oft nachgcbcnd, zog nie seine Hand *) Das Gesetz deshalb lautet also: Das kaiftrl. Edikt, welchem nach die Juden von Hofdiensten frei zu scyn vermeinen, ist hiermit aufgehoben; indem die Geistlichen sogar nicht ganz des göttlichen Dienstes feyn dürfen, sie hätten denn vorher dem Vaterlande ihre Schuld abgetragen, und ist demnach keiner wahrhaft Gottes Knecht, der nicht einen Mann für sich zum Dienste des gemeinen Wesens gestellt hat. Lasusgo L. V L1I. Ch. V. p. 170. ") Ambros. Epist. XXIX.