Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 20)
- Language
- German
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22 suchen der Stadt Kölln, und fortan durften nur die Acl« testen und die Verweser des Gottesdienstes ihrer genießen'). Seine Söhne und Nachfolger, Konstantins und Konsians, gaben ein Gesetz, welchem nach jeder Jude das Leben verwirkte, der einen Chrisicnstlaven in das Judenthum aufgenomnien haben würde. Auch drückte Konstantius die Jndengemeinden mit schweren Abgaben, und würde noch manche Bcdranguiß gegen sie verordnet haben, hatte nicht der Tod ihn daran verhindert. Unter dem Kaiser Julian, der dem Christenthum wieder absiel, ward ihnen ein besseres Loos. Dieser wollte sogar den jüdischen Gottesdienst in seinem alten Glanze wieder Herstellen, doch gelang es ihm nicht *) **). Co theilten die Juden in Rom das Schicksal ihrer Elaubcnsbrüder im Reiche, welches von der jedesmaligen Gesinnung des regierenden Casars abhing. Unter den Kaisern Valentinian und Valens ward ihnen das Recht, sich öffentlichen Aemtern und Mühwaltungen zu entziehen— *) Ij.isnagc Hist.. <lo Juifs. L. VIII. 01). IV. p. 122. .**) Er dcsiikl die Wi'edcraufbauung des Tempels. Freudig eilten d'e Juden aus allen Weltgegenden herbei; die nicht selber l'i.uen, spendeten Schätze; mit golduen Wilzeuaeii alanbtc man das heilige Haus wieder aufrichten zu müsse». Da solle», wie heidnische, lüdische und christliche Geschichte!! erzählen, Flammen aus der Tiefe hervorgewehct und die Arbeiter verschlungen haben, auch andre Zeichen und Wunder geschehen setz». Ein Dunkel, das niemaud aufzuklaren vermag, ruht auf dieser alten Sage.