Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306295--03483-2306500- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
II dieienigen, die ihn empfangen hatten, und wurden fortan die Christianer aus Rom vertrieben, verfolgte man oft auch die Juden. Dazu waren um diese Zeit zu Rom, wie fast im ganzen Reiche, die Dethauftr der Juden, gleichwie der Christen, der Schauplatz heftigen, oft ärgerlichen Glaubensstreites zwischen Beiden. Letztere waren wieder uneinig unter sich. Dadurch verschlimmerte sich ihr gemein, sames Schicksal; der Haß des Volkes gegen sie nahm zu, aller Achtung der weiser», erleuchtetem Römer wurden sie verlustig, und die argwöhnische Strenge der Regierung drückte sic um so Harrer darnieder, da religiöse Kontroversen eine durchaus neue Erscheinung in der abmdlandi» schm Welt warm, daher sie in dem poleinischen Geiste bloß einen Geist des Aufruhrs und der Umwälzung aller bestehenden Ordnung erblickte. Dergestalt hatten die Casaren Anlaß zu Verfolgung beider. So vertrieb Claudius die Juden wegen der christlichen Unruhen *), und als Nero die höchste Entartung des menschlichen Gemüths durch beispiellose Erausainkeit auch an den Marterern des Chrisicnthums beurkundete, mußten viele Juden mit jenen gleiche Verfolgung und gleiche Pein aussiehcn. Im achthundert breinndzwanzigsien Jahre nach Roms Erbauung (dem einundsiebenzigste« der christlichen Zeitrech- *) Jii'Ueos. impulsore C/nrsfo?.?•>tumultuantes. Koma csjmiit. üuetou. 1 V. y.a. Anders ivit oben verstehen sie meiste» Keimncntatsren tief: Stelle nicht. — Eine Rede-lhe-, und eine anhaltende Rebellion der Juden tu der Hauptstadt ist auch c,<v. nicht deutbar.