Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Noch einige Worte über den verstorbenen Doktor Samuel Jacobi in Kopenhagen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 2)
- Language
- German
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421 wieder nach Hause. Unterwegs traf er auf einige Persosonrn, die ihn anredcten, weil sein gefälliges Aeußeres sie für ihn einnahm. Sie entdeckten bald seinen Hellen Kopf und wurden während des langen Weges recht vertraut mit ihm. Kaum hatte er erfahret!, sie wären Etudenken, als er ihnen gestand, wie lange er schon gerun» gen habe, sich dieses Namens würdig zu machen. Allein, ach! fügte er hinzu, meine Hoffnung muß bald verschwin. den, wenn sich nicht irgend Jemand ehestens meiner an« nimmt. Seine neuen Freunde versprachen ihm jetzt, ihm beizustchen und sie wurden in der That seine ersten Füh« rer auf der wissenschaftlichen Bahn. Schade! daß man uns die Namen dieser wackern jungen Männer nicht aufbewahrt hat. Mit Mathematik, wozu er vorzügliche Anläge hatte, begann er. In seinen Ncbenstunden beschoss, tigte er sich mit Naturgeschichte und französischer Sprache. Seine Fortschritte entbrachen seinem Fleiße. Nachdem er sich auf dem Gymnasium zu Breslau gute Vvrkenntnisse eingesammelt hatte, reiste er 1786 nach Leipzig, um dort seine Studien fortzusetzen. Allein bald daraufging er nach Halle, wo er vier Jahre lang die Arzcnciwissenschaft studirte, und auch!791 seine Doktordisputation (commen־ tatio de monstris) schrieb. Um seinen Gegenstand gründ-!ich behandeln zu können, hatte er sich mit den Grund, sätzen des römischen Rechts und mehrerer Gesetzgebungen genau bekannt gemacht; diesen Studien widmete er selbst in der Folge noch manche Stunde. In einem Zeiträume von acht Jahren hatte er sich jetzt trotz aller Hindernisse, welche Vorurtheil und Unduldsamkeit ihm in den Weg leg. ten, durch ausgezeichnete Fähigkeit, seltenen Fleiß und Aus-