Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Noch einige Worte über den verstorbenen Doktor Samuel Jacobi in Kopenhagen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 420 (sequence 1)
- Language
- German
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420 V: M i 6 c e l l e n. Noch einige Worte über den verstorbenen Doktor Samuel Jacobe in Kopenhagen. (M. s. Zten Jahrganges rotes Heft Seite 274 dieser Zeitschrift *). Samuel Jaeobi war!764 zuJaroslav in Po. len von jüdischen Eltern geboren. Früh verlor er seine Mutter. Sein Vater selber Kaufmann, hatte ihn dem Handel, und der Erforschung des Talmuds bestimmt. Der Jüngling, von Natur mit gesundem Verstände, schneller Fassungskraft und glücklichem Gedächtnisse begabt, kämpfte eine Zeulang vergebens gegen die Hindernisse sei« ner Wißbegierde, bis der Vater sich nach Breslau be« gab, und hier endlich dem Sohne in seinem achtzehnten Jahre es erlaubte, seine Studien anzusangen. Noch war rin Hinderniß zu übersteigen. Der wißbegierige Jüngling entbehrte alle wissenschaftliche Anleitung, und sah sich al» ler Mittel beraubt sich diese zu verschaffen. Ein Zufall half ihm. Jaeobi hatte eine Musterung in der Nahe von Breslau mit angesehen, und wollte spät am Abend *) Durch die hier folgende Skizze, aus einem öffentlichen Blakte entlehnt, wird die deshalb im »ölen Hefte mitgetheilte Nachricht vollständiger.