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Sulamith · 1811-01-01 · 1 Bd. 6 H. (1811) · p. Seite 368

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 6 H. (1811)
Article
Israelitisches Schulwesen
Date
1811-01-01
Page
Seite 368 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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.——י— 368 meines Amtes, und theils aus Liebe für Euch, m. L., alle meine Kräfte aufbieten, diese wichtigste der Wissenschaften, gründlich und auf eine leichtfaßliche Art Euch beizubrin« gen. Ich will nie im steifen docirenden Tone vom Lehrstuhle mit Euch sprechen, sondern wie ein liebreicher Vater mit seinen Kindern, mich mit Euch unterreden; ich will jede Eurer Fragen, wenn sie mit Bescheidenheit und der der Schule und einem Lehrer angemessenen Ehrerbietung geschehen, freundlich und gelassen beantworten. Dagegen bitte ich Euerer Seits mir volles Zutrauen, ununterbro« cheuen Schulbesuch, Aufmerksamkeit wahrend des Unterrichts, Fleiß beim Wiederholen zu Hause, und besonders Anwendung des in der Schule Erlernten auf Euer ganzes Betragen aus. Ihr werdet, m. L., durch Befolgung dessen, was ich Euch gegenwärtig zumuthe, nicht nur Euer r gnes Glück begründen, und mich, als Euern Lehrer, für die auf Euch wendende Mühe reichlich belohnen, sondern dadurch zugleich Eure lieben Eltern höchst erfreuen. Glaubt mir, meine Werthen, — denn ich bin selbst Vater mehrerer Kinder, und rede aus Erfahrung—kein Vergnügen, keine Wonne, keine Glückseligkeit ist für Eltern größer, als das Bewußtseyn gut gerathene Kinder zu haben. Dieß ist der süßeste Lohn für den großen Kostenaufwand, für die ungesparte Mühe, für die kummervollen Tage und schlafios;«gebrachten Nachte wahrend ihrer Erziehung. Dieß ehre höchste Seligkeit im Alter, und ihr kräftigster Trost am Rande des Grabes. Stellet euch, meine Lieben, einen sierbenbeu Vater, «ine sterbende Mutter vor, wie sie da liegen, die geliebten

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