Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Israelitisches Schulwesen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304630-10858312-2305706--03408-2306200- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
gendlichen, männlichen und hohen Alters, ja ihr Wir« kungskreis auch bis jenseits des Grabes sich erstrecke Daß sie keine müßige Weisheit der Schule», keine kraftlose Nahrung des Gedächtnisses, keine Wissenschaft sey, um damit ju prahlen: wohl aber rin tlnfa-ridjt, den wir in unscrm Herzen und Wandel, in der stillen Einsamkeit und IM Geräusche der großen Welt, in den Stunden der Arbeit und der Erholung, im Sonnenscheine des KlückS, und im trüben Gewölle des Unglücks, bei voller Gesund« heit und auf dem Sicchenbette, am Rande des Grabes und fern davon, in allen Verhältnissen des Lebens, als Kind, als Jüngling, als Gatte, als Vater, als Freund, als Lehrer, als Schüler, als Regent, als Unterthan» als Herrschaft, als Dienender, als Bürger des Vater« lands, als Bürger der Welt und als Bürger im Reiche Gottes befolgen sollen. Denn wo ist ein Gcmülhszustand, wo rin Zeitpunkt unsers Lebens zu erdenken, der nicht eine gehörige moralische und freie Anwendung unserer Kräfte erforderte? Und wo ist ein Fall möglich, da es besser wäre wider die heilige Anordnung eines allwissenden, all« weisen, allgütigen und allmächtigen Wesens zu handeln, als willig derselben sich zu unterziehen. Ist nun die Moral, wie nicht zu widersprechen ist, von einer solchen Wichtigkeit, so werdet Ihr meine lieben Schüler, leicht einsche», von welcher Nothwendigkcit es fty, diese Wissenschaft in ihrem ganzen Umfange zu fassen, und ihre Lehren so tief, als möglich, sich eiuzupragen׳ um Euer Herz und Willen zur Befolgung ihrer Vorschriften um so geneigter zu machen. Ich will, theils aus Pflicht