Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Herzogthum Anhalt-Deßau [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 337 (sequence 12)
- Language
- German
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337 immer fort nach Vergnügen und sinnlichen Genüssen haschm wollen, ohne Wahl, ohne sorgfältige Prüfung, ob unsere Natur, unsere Moralität, unsere Berufspflich. ten, das Interesse unserer Nebenmenschen dadurch gefährdet werden oder nicht. Wie elend würden wir uns machen, wenn wir thörkht genug waren, ein Vergnügen der Sinne über seinen Werth ju schätzen und ein äugen» blickliches Gut, eine» momentanen Rausch mit einem ewi» gen, unvergänglichen Gute zu erkaufen; wie sehr würden wir uns in's tiefste Verderben stürzen, wenn wir unsere sinnlichen Begierden nicht durch Vernunft beherrschen lernten; wenn wir ihre Unterthanen werden und ihnen wie Sklaven bis zu unserm Jobeljahre dienen müßten, wo uns dann von selbst dir Kraft zu genießen mangeln wird, und wir mit schmerzlichem Gefühle ausrufen: גס בשחוק יכאב לב ואחרית שמחה תוגה! Ach', auch das Lachen endigte mit Schmerz, der Freude Ende war Traurigkeit. Wehe, wenn wir nicht Mißbrauch und Ue der maß in unfern Genüssen entbehren, wenn wir den Decher der Freude bis auf den letzten Tropfen leeren, wenn wir nicht heute so genießen» daß wir morgen ohne Erröthen daran denken könne», wenn wir eine Stunde Lust mit Tagen, ja Zahrenvoller Schmer« zen erkaufen und nicht haushälterisch mit der Freude umgehe«-ach! nicht umsonst hätten dann die Himmelsbewohner den Sterblichen beklagt, nicht umsonst die Fren de geseufzt uut des Menschcn Schicksal beweint! כי אם שנים הרבה יחיה הארס. בכלם ישמח; A 0 m. 3«v;1«. L. *mit»