Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Herzogthum Anhalt-Deßau [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 336 (sequence 11)
- Language
- German
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Körper zusammenfügt. Seine angestrengte und auf ernsthaste und ergreifende Gegenstände gerichtete Aufmerksam» keil, wird vermittelst jenes Genusses auf weniger ermüden» de Dinge hingeleitet, seine Kräfte äußern sich freier und ungezwungener und werden belebter, aufgelegter ju neuen Betrachtungen über wichtige und heilbringende Gegenstän» de, die jeden Denker anziehen. Das Vergnügen der Sinne mäßig ge« «offen, öffnet unser Her; zum Wohlwollen und Mitleiden gegen diejenigen, die von dem Glücke stiefmütterlich behandelt, ihren Freudenruf nicht mit dem unserigen ver« einigen können. Nicht aufgelegter ist das Herz des guten Menschen für Wohlt hätigkeit und Mensch enlie« b e als wenn es sich selbst recht wohl befindet; nicht inniger fühlt es das Leiden des Elenden, als wenn es sein eignes Wohlbehagen fühlt: da öffnet sich seine Brust, und sich freuend, will cs andere erfreuen, sich erhebend, will es andere erheben. Zu wie vielen wohlthatigen An« stallen, wie vielen milden Stiftungen ist nicht—nur in unserer Gemeinde — der Grund in diesem oder jenem ge« selligcn Zirkel gelegt worden, wo man sich des Armen erinnerte und seine Noch zu lindern beschloß. Aber, meine sehr verehrten Zuhörer, die Inschrift zum Tempel unserer Freunde darf keine andere als diese unse« res Predigers seyn:! vsnvI ודע כי על אלה יביאך אלהים Wisse, daß über alle deine Handlungen Gott dich zur Re« chcnschaft ziehen wird. Denn sehr würden wir unsere Wür« de als Me nsch rn verkennen und mißbrauchen, wenn wir