Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Herzogthum Anhalt-Deßau [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 10)
- Language
- German
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335 nicht endlich empfinden, wenn wir in Stunden heiliger Weihe unser Auge und unfern Geist zu Gott empor rich. ten und in froher Andacht uns zu ihm erheben, wen» wir den Herrn des Weltalls gleichsam von Angesicht zu Angcsicht schauen und uns mit ihm vom Mund zu Munde un« terhalten. — — Wer wird es leugnen, daß dieses die größten, die freudigste» Freuden sind, die uns die Gott» heit bereitet, um uns in denselben schon hienicdcn einen Dorschmack des Himmels genießen zu lassen? Wer kann es leugnen, daß nur der bedauernswürdig ist, der sie nicht zu fühlen, nicht zu kosten fähig ist?-Aber auch die Freuden der Sinne haben ihr Gutes und wirken wohlthätig auf unser Herz; auch sie sind uns von dersel» den Vaterhand bereitet und wir dürfen sie Hochschatzen, suchen, genießen. Lassen Sie uns, meine verehren Zuhö» rer, untersuchen, worin eigentlich der Werth dieser Freu» den besteht! Die Freuden der Sinne mäßig genoss se n, befördern das Wohlseyn und die Gesundheit unseres Körpers. Wenn wir, erschöpft von mühseliger Arbeit, er» mattet von anstrengenden Sorgen und Nachdenken, die Freude mäßig in unser Her; einkcbren lassen: so stellt sie die kleinen Zerrüttungen unseres Körperbaues wieder her und verschafft uns neue Kraft, um heiter und vergnügt unsere Bcrufsgrfchafte fortzusetzen. Die Freuden der Sinne mäßig genoss s e», tragen nicht wenig zur Erheiterung unseres Geistes hei, den ein unsichtbares, wundersames Band mit unscrm