Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Herzogthum Anhalt-Deßau [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 8)
- Language
- German
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333 langt es keinesweges, daß er sich vorsätzlich auf der Erde den Schmerzen hingebe, damit er im Himmel dafür entschädigt werde. Nein, leben soll er und seines Lebens sich freuen, die Güter der Erde mäßig genießen und nach der pünktlichen Erfüllung seiner Pflichten mit einem leichten und frohen Herzen den reichen Segen ko. sien, den uns die Natur so freigebig darreicht. Wie sehr aber verkennt d e r die Göttliche, der sie stiefmütterlich, grau« sa.״.t wähnt und in der irrigen Meinung beharret, sie ge. biete das Zeitliche zu verachten, um dafür das Ewig e einzutauschen. Schreibt sie uns ja selbst in dem hei« ligstcn der Bücher, Lage des Festes und der Feycr vor, an welchen wir wohlgemuth und fröhlichen Herzens der Freuden genieß»! sollen, die uns Gott gegeben. והיה אך שמח! Eey ganz vergnügt! empfiehlt der göttliche Gesetz, geber. Ihre Forderungen, die sie an uns macht, sind keine andere als diese: Ehrfurcht vor Gott und Lugend; Liebe zum Ewigen und allem Gu» ten; Freude an der schönen Welt des güti. gen Schöpfers, und alle drei Genien der Menschheit sollen uns in vereintem Bande der Gottheit näher führen. Die Demüthigung und Las Kasteyen an Fasttagen ist ihr nicht angenehmer, als die Freude und das Entzücken an Festtagen, wenn diese Fröhlichkeit mit heiliger Andacht geschieht und aus einem reinen Herzen fließet״). Wisse, sagt unser Text, daß Gott dich zur Rechenschaft ziehen wird, daß er die Gedanken, Gefühle und De. wegungen demer Seele genau kennet und sie zu richten versteht. — נ Vergl. ras Buch כמרי zweites Kap. 50, Abhandlung.