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Sulamith · 1811-01-01 · 1 Bd. 5 H. (1811) · p. Seite 295

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 5 H. (1811)
Article
Anrede eines Israeliten an seine Mitbrüder in Preßburg, um sie zur Verbesserung der Schulanstalten aufzumuntern
Date
1811-01-01
Page
Seite 295 (sequence 4)
Language
German
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nick>t Jeder mit Freuden die Hände dazu bieten? Würde wohl ein einziger seyn, der nicht gern eine solche Anstalt wünscht? Ich weiß wohl, daß es kein kleines llnteriieh, men ist, daß es Aufopferung kostet; wollte aber nicht jeder gern dem Ewigen ein solches Dankopfer bringen? und kosten etwa die sogenannten Talmud - Tora und Normalschule keine Aufopferungen? kosten sie nicht jährlich beinah 1500 Fl.? Was frommen sie aber? Zeiget einmal drei Knaben auf, die Torath Mosche (die 5 Bücher Moses) gründlich kennen, die einen Novi (Propheten) verstehen, die der hebräischen und deutschen Grammatik und Sprache kundig sind, oder durch eure Lehranstalten sonst etwas Nützliches gründlich erlernt haben? Wenn wir den Müßiggang unsrer jungen Männer und ihren Verfall in so manchen Fehlern betrachten, müssen wir uns nicht selbst Vorwürfe machen und cingestehen, daß sie bessere und nützlichere Menschen geworden wären, wenn sie in ihrer Jugend etwas Nützlicheres gelernt hätten, zum richte, gen Denken wären angehalten, und ihr Geist mit richtigen und deutlichen Begriffen wäre gebildet worden? Glaubt ihr aber etwa, daß eure jetztbebehende hebraische Schule eure Kinder in unsrer heiligen Religion mehr befestige, 0! dann irret ihr euch sehr. — Nichts, gewiß nichts ist in unseren Zeiten, und bei der jetzigen Beschaffenheit der Welt, der Religion gefährlicher, als die Art, wie ihr bisher eure Kinder erzogen habt. So lange sie Kinder sind, lassen sie sich freilich an» Gangelbande führen, und hängen blindlings den. Lehren der Religion an; treten sie aber einmal unwissend, ohne ge-

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