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Sulamith · 1811-01-01 · 1 Bd. 5 H. (1811) · p. Seite 294

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 5 H. (1811)
Article
Anrede eines Israeliten an seine Mitbrüder in Preßburg, um sie zur Verbesserung der Schulanstalten aufzumuntern
Date
1811-01-01
Page
Seite 294 (sequence 3)
Language
German
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*94 empfinden, und wie wir uns bestreben, als besorgte Kinder uns seiner väterlichen Huld würdig zu machen; so hört meinen Vorschlag: Laßt es durch eine neue Stiftung ge« schehcn, eine Stiftung, die dem himmlischen Vater des« sere Kinder, dem Könige bessere Bürger, und unserer Ge« meinde wahre Glückseligkeit, Heil und ewigen Ruhm ver« schafft; laßt uns nämlich eine öffentliche Schule für unsre Jugend errichten. O ihr Väterwerft euer» Blick auf die jetzige Gene« ration, sehet, wie nvthwendig Bildung, Wissenschaft und Kenntnisse in der Welt geworden sind; welchen Werth die Großen der Erde darauf setzen, in ihren Ländern gute Lehranstalten zu haben, worin die Jugend zu nützlichen und brauchbaren Menschen gebildet wird, und welcher Eifer überall herrscht, um zu der Stufe der Bildung und Kenntniß zu gelangen. Betrachtet sodann den Zustand eurer eigenen Kinder! sehet, wie vernachläßiget und verwahrloset sie aufwachsen! sehet, wie unwissend sie sind! bedenkt, welche üble Folgen dieses haben wird! Werden eure Kinder sich nicht selbst dereinst über euch beklagen, selbst über euch schreien, wenn sie überall gebildete und kennt» ißvolle Men« schen sehen werden, und sich durch die Schuld ihrer Eltern unwissend und verwahrloset, sich verachtet und gering geschätzt sehen, und allen übrigen Menschen nachstehen müs« scn? Gewiß ist nicht ein einziger unter euch, der nicht wünscheu wird, das künftige Wohl seiner Kinder zu begründen. Durch was anders kann er dieses aber thun? Sind nicht Erziehung und Kenntnisse das höchste Gut, welches Eltern ihren Kindern geben können? Sollte also

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