Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Anrede eines Israeliten an seine Mitbrüder in Preßburg, um sie zur Verbesserung der Schulanstalten aufzumuntern
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 2)
- Language
- German
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zwecke bemerken, daß die Rückerinnerung an gehabte Le, den, und an die uns gewordene Befreiung und Hülfe durch den, der alles regiert und lenkt, cnss die Verbesserung unsercr Moralität gewiß einen großen Einfluß hat; indem sie uns vor Stolz imd Uebermuth bewahret, in dem Vertrauen und in der Liebe zu Gott stärkt, auf manche unsrer Schwachen uns aufmerksam, und in der Beobachtung unsrer Pflichten gewissenhafter macht, und daß wir daher Vorzuglief) schuldig sind, durch religiöse und wohlthatige Hand« kungen unsere Dankbarkeit für die göttliche Hülfe an den Tag zu legen, und uns ihrer würdig zu zeigen. Wollen wir, meine lieben Mitbrüdcr! nicht auch dieses befolgen? Noch sind zwar die Leiden, die der letzte Krieg über uns verbreitet hat, im frischen Andenken; stellt sie aber euch noch einmal recht lebhaft vor, und bedenkt, was noch alles hätte erfolgen können, wenn der allbeglückcnde Friede nicht so schleunig wäre zu Stande gekommen. Sind wir also dieses großen Ereignisses wegen nicht verpflichtet, dem allweiscn und allgütigcn Weltbeherrscher, der alles, wie die Herzen der Könige und Fürsten leitet, dafür ein Dankopfer zu bringen, und das Andenken desselben bei unfern Kindern und Nachkommen fortzupflanzen? Wol« len wir aber diesem wichtigen Ereignisse ein wahres bleibendes Andenken stiften, unser Dankgefühl gegen Gott, der alles Gute liebt, und dem wohlthatige Stiftungen noch'angcneh« mer als Fasten und Beten sind, durch ein echtes Dank« vpfer an den Tag legen, und zugleich unfern! Landcsvater, der ebenfalls alles Gute liebt, einen Beweis geben, wie sehr wir die Wohlchat des Friedens, den er für uns bewirkte.