Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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dersvruch nie in Eifer, und sein Unwillen war bloß der Ernst eines Weisen." ״Diese Eigenschaften erwarben ihm die allgemeine Hochachtung und Liebe, und sie zeigten sich glänzend ge« nug bei der Beerdigung seines Leichnams.״ ״Den größten Beweis seiner immer sich gleich bleiben« den Gelassenheit und Stille legte er wahrend seiner Krankheit und besonders in seiner Todesstunde ab. In den letz« ten Minuten seines Lebens schlug er die angebotenen Er« frischungen, als nunmehr unnöthige Genüsse aus. Er ließ seine Gattin kommen, kündigte ihr in den tröstlichsten Ausdrücken sein nahes Ende an, nahm den letzten Ab« schied von ihr, ermahnte sie zur Geduld und Ergebung und empfahl ihr die Kinder. Als ihr im übermäßigen Schmerze der Wunsch mit ihm zu sterben entfichr, sah er sie mit einem ihm eignen, hier dem Unwillen ähnlichen Ernste an, und sagte: Mutter! willst du deine Kinder verlassen? bat sie hierauf ihn sogleich zu verlassen, um ihr den für sie zu schauerhaften Anblick der letzten Minute zu verspüren, gab nun nicht mehr zu, daß man ihn ordendlicher lege, .indem er sagte: Ich sterbe euch sonst in den Händen, — lag einige Minuten still, und verschied so sanft, wie jeder rechtschaffene Mensch hinzuschciden wün« schen darf. Ich wiederhole den Wrmsch zum dritten Male: O Gott! laß mich sterben des Redl!« chen Tod! laß mein Ende seyn wie das sei, nige war!"