Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ihr euer Geld besser angewandt haben, als um eine unverlangte Erkenntlichkeit dadurch los zu werden. Der erkenntliche M. M. bediente sich einer List, um doch in er- Was seinen Wunsch, erkenntlich zu seyn, zu befriedigen. Er verehrte der Frau, jetzt Wittwe unseres seligen gram« des, in der Abwesenheit desselben, ein Tuch, hatte das Vergnügen, daß dieselbe cs nach ihrem Ge sch macke fand und annahm, und er ging froh nach Hause. Allein bald darauf kam unser Freund ihm nach, und zwang ihn unter Bedrohung seines Unwillens die Bezahlung für das Tuch auf. Brauchts mehrere Beispiele von seiner großmüthigcu Uneigennützigkeit! Er bewies sich auch wohl« thatig, wo er wirkliche Armuth antraf. Er half mit dem seinigen, verwendete sich für arme Kranke bei Andern, und was ihn besonders als einen wahren Mohlthater auszeich« nett, war, daß er auch discursive nie seine Uneigennützig, feit vcrrieth. Er besaß alle die Tugenden, die einen Menscheu zieren und beliebt machen. Er war ein Gelehrter, ohne mit seiner Gelehrsamkeit zu prangen oder jemanden damit beschwerlich zu fallen; auch in den Talmudischcn Kenntnissen war er kein Fremdling, und man konnte erkennen, daß er einst dieses Studium mit vielem gleiße be« trieb, und es in demselben hatte weit bringen kennen, wenn lr nicht einen andern Weg eingeschlagen hätte. Er war, wie schon gesagt, ein uneigennütziger und wohlthätigcr Arzt, ein zärtlicher Gatte, ein liebevoller Vatc׳׳, ein angeuehmcr und unterhaltender Gesellschafter und ein treuer Freund. Er kam jedem Menschen mit Herablassung entgegen. Er war freundlich und gelassen, gerieth beim Wi-