Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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uneigennützig, sondern auch wohlthätig, wovon ich selbst einen Beweis geben kann." ״Nach einem halbjährigen Hierseyn erkrankte ich an einem Fieber, welches mehrere Wochen seinen Beistand er« forderte, und er leistete ihn mir, Dank sey seinem Anden» ken, mit einem Fieiße, den ich keinesweges fordern konnte. Als ich bei meiner Genesung von Bezahlung redete, wies er mich mit der liebreichen Antwort zurück, er würde sich bezahlt genug halten, wenn ich durch Schonung meiner Gesundheit ihm die unbehagliche Empfindung erspare, sei« uen Freund leiden zu sehen. Aber was noch mehr ist, ich verlangte in der Apotheke die Rechnung, und bekam zum ersten Male zur Antwort, man wolle die Recevte aufsu» chen, zum zweiten Male hieß es, ich sollte sie zum Neu« jahr erwarten, und als ich nach Neujahr wieder fragen ließ, bekam ich zur Antwort: es fanden sich keine Rezepte unter meinem Namen. — Wer anders als er hat mich nun mit Medizin versorgt? Aus mehrern dergleichen Bei« spielen will ich nur noch folgendes anführen." ״Ein gewisser M. M., ein Mann aus dem Mittel« stände, den er nach achtzehn Wochen langem fleißigen Bei. stände zur Freude der Seinigen, von einer schweren Krank« heit wieder hergestellt hatte, wollte seiner Erkenntlichkeit durch eine Summe von dreißig Reichsthalcrn cinigerma« ßen Genüge leisten; konnte aber durch kein Bitten, »m« fern uneigennützigen Freund zur Annahme dieses Geldes bewegen. Verwendet dieses Geld auf neue Kräfte, sprach er zu demselben, trinkt ein Glas Madcrawe»!, ss werdet