Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 276 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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276 "-—r — Sein Leben war, heißt es darin, «in Leben, wie es Erdensöhne glücklich nennen, und seine letzte Stunde gab den deutlichsten Beweis, wie gut er die. ses glückliche Erdenleben bmutzt hat. Er starb ruhig und sanft und zeigte nicht die mindeste Spur von Schrecken, den man an Sterbenden wahrzunehmcn pflegt, welche die Todesstunde unvorausgesehen überfällt; oder denen der Aberglaube einen schrecklichem Begriff vom Tode aufgeheftet hat, als man eigentlich von ihm haben soll. Außer dm moralischen Gründen, welche eS dem Menschen zur Pflicht machen, sich oft des Todes zu erinnern, hat un« frr seliger Freund noch überdieß als Arzt die öftere Gelegenheit gehabt, dem Tode ins.Angesicht zu schauen, mit ihm zu kämpfen, und ihm die Deute zu entreißen, und er ist mithin von demselben nicht überrascht worden, darum starb er ruhig und sanft, und ich wiederhole meinen Wunsch: » Gott!׳ laß mich sterben des Redlichen Tod, laß mein Ende seyn wie das seinige war!" ״Wie treu und redlich unser seliger Freund in seinem Berufe war, wie der Arme dem Reicl-en gleich» zu seinem hülfreichen Beistände Zuflucht nehmen durfte, wie er nicht nur den Armen unentgeldlich beistand, sondern auch sogar die angeborenen Erkenntlichkeiten nicht ganz armer, aber minder vermögender Leute ausschlug, und nur von denen Vergeltungen annahm, die sie von ihrem Ueberflusse geden konnten, sind Dinge, die allgemein bekannt sind. Die aufrichtigen Klagenderer, die einen uneigennützigen Helfer und Arzt in ihm verloren haben, folgten laut sc!- yem Leichname. Er betrieb aber seine Kunst nicht bloß