Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Dänemark [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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drei Tage nach feinem Absterben begraben. Dieser edle Mann war unter andern Mitglied der neuen jüdischen Deerdigungsgesellschaft daselbst, die erst vor einiger Zeit gestiftet wurde, und deren Zweck darin besteht, eine bessere äußere Ordnung bei der Beerdigung der Tobten zu beobachten. Die Leiche wird nämlich im Wagen, oder paarweise und schwarzgekleidet zu Fuße, mit gehörigem Anstande begleitet; außer dem Monats - Direkteur folgen derselben nicht mehr als vier Mitglieder der Gesellschaft, falls nicht mehrere aus ihrer Mitte besonders dazu cingeladen werden, und ehestens sollen auch sechs Waisenknaben, die sich bei jedem Leichenzuge einfinden müssen, angestellt werden. Jeder, der den schätzenswürdigen Doktor I a c o b i kannte, bedauert den durch seinen Tod erlittenen Verlust. Nicht allein bigotte und aufgeklärte Israeliten, sondern auch christliche Prediger, Professoren, Aerzte, Gelehrte u. a. m. begleiteten seinen Leichnam zur Gruft. Ans beiden Seiten des Leichenwagens gingen die von der Gesellschaft angcsielllen Todtengräber, dann folgten zwölf Schulknaben mit ihren Lehrern, und hundert Personen, welche, sammtlich schwarz gekleidet, paarweise gingen, beendigten nebst mehrern Wagen den Zug. Aus der Leichenrede, die Hr. Gedalje Moses, Oberlehrer an der jüdischen Freischule daselbst, bei dieser Gelegenheit hielt*), entlehnen wir folgende Stellen, welche über das Leben jenes wür- Ligen Mannes einige, obgleich nicht vollständige, doch nähere Nachrichten enthalten. *) Er wählte den Text: O, daß ich stärbe der Gerechten Tod! Das, mein Ende wie das ihrige sey! (4. Buch Moses Kap. 2z. V. 10.