Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Einige Worte an junge Frauenzimmer
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 15)
- Language
- German
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schäften derselben verschieden sind, so fließen auch seine Vergnügungen aus zwei verschiedenen Quellen: einige aus den Sinnen, die daher sinnliche Vergnügungen genannt werden, die andern aus dem Geiste, woraus geistige Ver» gnügungen entstehen. Der Hang zu sinnlichen Vergnügungen entdeckt sich zu allererst: denn der Geist hat erst eine Ausbildung ns. thig, che ein Geschmack für geistige Vergnügungen kann erregt werden. Die körperlichen Kräfte sind diejenigen, durch die wir Eindrücke von allen äußerlichen Gegenstän. den erhalten: und dieß sind die Quellen der sinnlichen Aer» gnügungen. In der Kindheit, ja selbst in dem ersten Theile der« selben, werden wir ganz durch die Sinne geleitet: die Kräfte der Seele sind noch zu schwach, sich selbst zu äu« ßcrn. Um dieser Ursache willen werden wir in den ersten Lebensjahren uns selbst nicht überlassen, sondern der Auf. sicht derjenigen, die :ms unsere Mängel und unsere Un» wisscnheit durch ihre Kenntniß und Erfahrung ersetze» so!« len. Und da wir leicht durch die Leidenschaft, die zur Thätigkcit antrribt und deren Befriedigung uns so sehr gefallt, ob wir gleich mit ihren Wirkungen nicht bekannt sind, irre geführt werden; so ist es nöthig, daß unsere Aufführung der Zucht derjenigen unterworfen sey, die dir Neigungen der menschlichen Natur kennen. In den nächsten Perioden, wenn die Kinder zu mehr Freiheit gelangen, fangen sie an, eine Kenntniß von Din-