Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Einige Worte an junge Frauenzimmer
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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384 3 Ueber das Vergnüge». Wo ihr die Meere durchpflügt» da wohnen runächfl dieSykenen; Ihre Gesänge sind Tod; willkommen wird das Verderben. Pvpe's Homer. Das Vergnügen hat für junge Gemüther bezaubernde Reize. Glaubt aber nicht, meine junge Zuhörerinncn, daß ich es gänzlich von euch verbannt wissen will, weil ich mir vornehure, es euch aus einem moralischen Gesichtspunkte zu zeigen: oder, daß ich euch in den Aberglauben scheu« chen will, als ob wir uns dem Himmel bloß durch ein Leben voll Leiden und Büßungen angenehm machen könn« len: oder zu der Schwärmerei verleiten will, daß es ohne Ausnahme sündlich und verdammlich sey. Wenn diese Welt uns zu einem Kerker bestimmt wäre, würde der Allmächtige wohl so mannigfaltige Schönheiten um uns her verbreitet haben, die unfern Sinnen so ganz angemessen sind? —Ganz gewiß würde er fie nicht mit Blumen, sondern mit Dornen bestreuet haben. Würde es ferner mit dem wohlwollenden Plane eines weisen und guten Wesens übereinstimmen, uns mit diesen äußern Sin« nen ausgerüstet zu haben, die so zu dem Genüsse organisiret sind, daß wir bloß zu dem sollten gercitzt werden, was wir nicht anrühren dürften — von Begierden sollten gequälct werden, um sie nie befriedigen zu können! Wir sollten hungern und dursten und vor uns die leckerhaftesten Speisen sehen, ohne sie kosten zu dürfen? Die ganzen Schönheiten der Schöpfung sollten in unendlich mannigfaltigen Aussichten vor uns liegen und wir sollten die Au«