Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 13)
- Language
- German
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268 gen, die zum Guten führen, gelingen laßt, und die Red« lichen aus allen Nationen, die der Tugend und Wahr« heit ergebenen Menschen nach dem Tode mit einer unauS« sprechlichrn Seligkeit belohnt. Ahmet also Gott nach, und betrachtet das Leben, das Vermögen und die Ehre eines jeden Menschen, gleichviel ob Israelit oder Nichtis« raelit, wie euer eignes Leben, Eigcnthum und Ansehen. Erweist euch gegen Jedermann freundlich, gehet mit jedem aufrichtig, mil Wahrhaftigkeit, und ohne alle Hinterlist um, kurz: liebet jeden, wie euch selbst!" ״Die Nationen aber, in deren Mitte wir leben, müssen wir vorzugsweise lieben. Die Nationen, deren Schutz wir genießen, glauben das Daseyn des wahren Gottes; glauben, daß dieses Wesen die Welt aus Nichts hervor« gebracht hat, daß es seine Vorsehung über alle Geschöpfe walten läßt, sich aller erbarmt, jene die es fürchten und red« lich wandeln, reichlich belohnt, die Frevler hingegen nach ihrem Thun bestraft; und glaube», daß die Seele, nach der Treu» nung vom Leibe fortdaucrt. Sie lieben die Gerechtigkeit, die Weisheit und die Sittlichkeit; und erweisen uns so viel Güte, indem sie uns Schutz, Nahrung und Gerechtigkeit in ihrem Lande angedeihen lassen. Die Schrift befiehlt: ״liebe den Fremdling wie dich selbst; denn ihr feyt Fremd« Hinge gewesen im Lande Aegypten.״ Des Eingebornen (Landeskindes) Pflicht ist es also, auch den aufgenommenen Fremdling liebreich zu behandeln: wie groß muß nicht demnach die Schuldigkeit des Fremdlings seyn, jene auf« richtig zu lieben, die ihn so gütig aufnehmen, ihm so viel Wohlthaten erweisen, Aufenthalt, Sicherheit, ruhigen Be-