Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 12)
- Language
- German
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rin Fremdling (ein Heide) sich anlaßig macht, so krankt ihn nicht. Wie jeder Insasse, soll der Fremdling, der bei euch wohnt, gehalten werden; liebe ihn, wie dich selbst, denn ihr wart Fremdlinge im Lande Aegypten. Ich, der Ewige befehle:" und an andern Orten! ״liebet den Fremdling, denn Gott, unser Herr liebt ihn: giebt ihm Nahrung und Kleidung: es sey nur einerlei Gesetz für euch, und für die Fremden; die in eurem Lande sind: es werde gleiche Gerechtigkeit unter euch ausgcübt, den Fremden, wie euren Mitbürgern: verflucht sey, der dem Fremden Unrecht znfügt! behandelt den Fremden wie euch selbst." — Es ist also klar, daß wir, schon vermöge des Gesetzes, niemanden, welchem Glauben er auch anhange, weder seiner Gesundheit schaden, noch am Vermögen vcr-- kürzen, oder sonst kranken dürfen; daß wir ihn mit aller Liebe, wie die Israeliten, wie uns sebst behandeln; und daß wir sehr auf unserer Huth seyn müssen, dem fana tischen Unsinn ja keinen Eingang in unser Gemüth zu ge. statten. Welches Unglück hat der Rcligionehaß nicht schon unter den Menschen angcrichtet! Nehmt die Geschichte zur Hand, und schaudert vor den Blutströmen, dir durch seine Hand geflossen. Mit welcher Wuth hat er die frömmsten gottseligsten Männer niedcrgemetzclt! so viele Städte dem Erdboden gleich geuiacht, so viele Staaten verheert! —> Hütet euch also, meine Freunde! vor dem Jrrwahne jener Fanatiker, die mit Blindheit geschlagen sind, das Licht Gottes nicht sehen; nicht erkennen wollen, daß er alle Völker liebt, die an die Tugend glauben, und ein gerecht tes, sittliches Leben führen; nicht beherzigen wollen, daß er sie mir seiner Allgnade begünstigt, ihre llnternehmun«