Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 11)
- Language
- German
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2 66 ihn die Exegese dieser Verse (5ten Buch Moses) anqe« nehm überraschte, und daß sie ihm unter so vielen an. dcrn Erklärungen die richtigste zu scyn scheint, daß diese sehr beglückenden Lehren ganz des sterbenden Weisen würdig seyn, der seinen Israeliten in diesem heiligen Spruche ein Dcrmächlniß hinterlassen, durch welches sie ermuntert werden sollten, auch nach seinem Tode, allen falschen und unverdienten Ansprüchen entsagend, in andern Nationen (außer jenen 7) den Menschen, in Gottes Ebenbilde ge. schaffen, anzuerkenncn, und nicht das zu hassen, was er liebt. — Und diese Gleichheit d e r L i c b e ist es, auf welche der würdige Verfasser bei jeder Gelegenheit seine Le« ser aufmerksam macht. ״Ich finde es nöchig, mich bei die« sem Gegenstände etwas langer zu verweilen, weil es nian« che Menschen giebt, die der blinde Eifer für ihren Elan« Len verleitet, andre aus dem Grunde zu hassen, und zu verfolgen, weil sic einer andern Religion zugetha» sind. Diese Thoren könnten in ihrem fanatischen Irrwahn da« für halten, daß das Verbot und die Warnung der Schrift vor der Ausübung jener oben angeführten Laster, als rauben, stehlen, falsch schwören, lügen, betrügen, sich rachen, Maaß und Gewicht verfälschen u.s.w., so wie das Gebot der Nächstenliebe, sich bloß auf Israelit gegen Israelit beziehe, daß aber Menschen von einem andern Glauben hiervon ausgeschlossen werden können. Dieses wäre ein abscheulicher Irrthum, der die Gottheit, welche alle Menschen von schuldlosen Händen und lau» term Herzen gleich würdigt und liebt, sehr beleidigen würde. Muß eine solche Meinung nicht den Zorn Gotces reizen, da er ausdrücklich anbefiehlt: ״Wenn in eurem Lande