Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 5)
- Language
- German
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260 Kindheit verloren hat, von selbst darauf bedacht zu seyn, von Meister zu Meister umherzugehen, bis er einen findet, der ihn in die Lehre aufnimmt. Lernt er nichts, weiß er kein Gewerbe, kein Geschäft zu treiben, um sich davon zu ernähren, so bleibt ihm kein anderes Mittel übrig, als entweder von Thür zu Thüre zu betteln, oder ein Be« irriger, ein Dieb zu werden. List oder Gewalt muß er an« wenden, sein Leben zu fristen; ein lasterhaftes, von Gott und Menschen verabscheutes Leben! — Man muß aber Nicht denken; fährt der Verfasser fort, wenn ich mich schon bemühen und beschäftigen soll, so ist es doch besser, mich der Handlung zu widmen, als ein Handwerk zu treiben. Was für ein Glück steht dem geschicktesten Meister bevor? Er kann höchstens wohlhabend , reich aber niemals, oder äußerst selten werden. Beim Handeln aber, Märkte und Messen bereisen, wie unsere Eltern und Bekannte, da giebt es Gelegenheiten sein Glück zu machen. Dieß wäre (aber) sehr unvernünftig gedacht! Ich gebe gern zu, daß die Handlung eine schöne und nützliche Beschäftigung sey, ohne Handlungsverkehr wäre die Gesellschaft schlecht bera« then (durchBeispiele wird dieses deutlicher gemacht) allein nicht alle können, nicht alle dürfen Handelsleute seyn. Die Anzahl der Kaufleutr und Zwischenhändler muß im genauen Verhältnisse zu der Menge der nützlichem Klassen, der Feldarbeiter, Landwirthschaster und Handwerker, stehen: Klassen, welche die Grundpfeiler der bürgerlichen Gcsellschaf auömachen, und die dem Handelsstand eigentlich Verdienst und Leben geben.-Heutiges Tages will alles Han« drln, jeder Haufirer dünkt sich ein Kaufmann zu seyn. Hat jemand abgeschlissenr Kleider, geflickte Schuhe, alte