Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Über die Fortschritte der Hamburgischen Israeliten in der wissenschaftlichen und sittlichen Bildung, besonders in der Erziehung
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 4)
- Language
- German
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$4a reicht den menschenfreundlichen Erhaltern derselben zu desto größerer Ehre. Die Abficht der Gesellschaft ist, von ihrem Entstehen an bis jetzt dieselbe geblieben, junge Leute sollen in allen Kentnissen, die dem gebildeten Menschen» und dem nützlichen Mitgliede des bürgerlichen Vereins nothwendig sind» unterrichtet, und so zu jedem Stande, den sie künf« tig wählen mögen, vorbercittt werden. Zu guten Sitten werden sie durch Beispiel und Lehre gebildet. Der Glau« bensmcinungen wird nie anders als. wo es die Gelegenheit fodert, und bloß geschichtlich gedacht, und die Kinder der rechtgläubigsten Eltern lernen hier mit der Beobachtung des mosaischen Gesetzes Achtung und Liebe gegen anders renkende Mitmenschen verbinden. Sie lernen dieß um desto besser, da auch immer nichtisraelitische Knaben aufgenom« men werden, und bisher hat noch von keiner Seite die geringste Neckerei wegen Verschiedenheit des Glaubens je bt .tt gehabt. Die Zöglinge, deren Anzahl nie unter Fünf und zwanzig ist, nicht über Dreißig steigen darf, sind nach Alter und Fähigkeiten in Klassen vertheilt, welche, nach« dem die Gegenstände des Unttrrichts für alle faßlich sind oder nicht, bald gemeinschaftlich, bald jede für sich beschäftigt werden. Eigene Lehrstunden sind festgesetzt für die Deutsche Sprache, für das Französische, für das Hebräische, für die Kaufmännische Rechenkunst, für die Na« turgeschichte, nach dem Fnnkeschen Lehrbuche, für die Erddeschreibung und für die Geschichte. Einige Fertigkeit im Lesen des Deutschen müssen die Knaben schon in die Schule bringen. Die Regeln der Sprache werden ihnen bei Grlegenheit der Uebungen im Lesen bcigcbracht, und die Recht« schrribung, so wohl im Deutschen als im Französischen,