Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Lucius Liffmann, der Heilkunde Doktor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 15)
- Language
- German
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SZ4 Ideen herausgab, rieth ihm jemand, dieses Buch den Großen der Vaterstadt zu widmen. ״Nicht doch, war seine Antwort, vor allen muß ich Schilling ein Opfer der Dankbarkeit darbringen. Er war mein Lehrer!״— Mit Schelling, Marcus Herz, Bakdinger, Trampel, Michaelis und andern berühmten Kory«, phäen der Literatur stand er in einem Briefwechsel, der für ihn höchst schmeichelhaft war. Als sich in Kassel eir» wvhldenkendcr Kreis junger Leute Israelitischer Religio« vereinigte, eine Gesellschaft der Humanität za bilden, um ihre leidenden Mitbrüder mit ihrem eiserne« Geschick zu versöhnen, ward Liffmann einstimmig zum Director gewählt. Ein unzweideutiges Merkmal, daß auch seine Glaubensgenossen seinen Verdiensten allmählig mehr Gerechtigkeit wiederfahren ließen! — Liffman« nahm den Antrag an, redigirte die Gesetze und hielt mehrere Reden voll Nachdruck und Würde. In kurzer Zeit zählte die Societät über 80 Mitglieder, so daß jährlich «ine ansehnliche Summe zum Wohlthun verwendet werde« konnte. Politik und manche andere interessante Branche des menschlichen Wissens war ihmeine wahre terr» incogiiita. Kaum wird man es glauben, daß er nicht einmal «ine politische Zeitung las. ״Ich liebe das Reich der Irene," sagte er, und damit wähnte er sich entschuldigt. Hier!« und in manchen andern Dingen zeigte sich eine gewisse Unbiegfamkeit, die aber sicher mehr aus Charakterfestigkeit, als aus Eigensinn entsprang. Cosmopolit war er auS -er Fülle seines Herzens. Die Reize der Poesie bezauberten ihn. Ein früheres Studium der hebräischen Dichterwerke