Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Lucius Liffmann, der Heilkunde Doktor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 13)
- Language
- German
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2Z2 im Erforschen und Nachdenken Ortbeten ein Ganzes, das jedem Siechling Zutrauen einflößte. Mehrere sehr glückli. che Kuren erwarben ihm in Kurzem einen bedeutenden Ruf. Ware er mehr Mann von Welt gewesen, hatte er mit sei. neu übrigen Vorzügen einen hohem Grad von Dreistigkeit und Suade vereint, ich wette, er würde mehr als einen alten Hippokrates . Sohn außer Cours gesetzt haben. Brownianer war er von ganzer Seele; längere vielseitigere Erfahrungen hatten seinen Enthusiasmus für daS System dieses berühmten Britten ohne Zweifel abgekühlt und manche seiner Ansichten und Urtheiie unvermerkt modificirt. Seiue Praxis wurde von Tage zu Tage größer; bei einer strengen Ockonomic würde er sein hinlängliches Auskvmmen gehabt haben. Auch erhielt er einen kleinen fixen Zuwachs dadurch, daß er Arzt bei dem Israelitischen Hospital wurde. Als Gelehrter berechtigte Liffmann zu den schönsten Hoffnungen; sein frühzeitiger Tod hat die Ausfüh« rung manches nützlichen literarischen Plans vereitelt. Bei seinem brennenden Eifer für die Wissenschaften, bei seinem fast beispiellosen Fleiße, bei seinen Talenten und eingesammelken Kenntnissen hätte er unfehlbar nichts Mittelmäßiges geleistet. Als ihm einst einer feiner Freunde einen leisen Vorwurf darüber machte, daß er mit zu großem Auf« wand von Zeit und Vermögen studirt habe, antwortete er: ״Wer die Kunst der Kunst wegen lemt, beseitigt jede andrre Rücksicht.״ — Seine Ideen zu einer neuen Darstellung des Brownischen Systems, seine Abhandlungen und der noch zuletzt erschienene An-