Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Lucius Liffmann, der Heilkunde Doktor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 4)
- Language
- German
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223 Abraham, der damals für das preußische Heer sehr ansehnliche Lieferungen besorgte, zu sich, und beschloß, ihn als Buchhalter zu gebrauchen. Er ging hierauf an den Rhein ab und sah die malerischen Traubenhohen des majestätischen Granzstroms. Nach Verlauf von zwei Iahnn kehrte er ins heimische Land zurück» erhielt eine angemeffene Belohnung für seine treugeleistcten Dienste, und war» wie vorhin unabhängig. 'Jetzt entstand die Frage: Welche Laufbahn er sich er« öffnen, welches Ziel er sich verstecken und in Zukunft unausgesetzt verfolgen sollte? — Liffmanns Mutter sträubte sich gegen das Etudiren; die Wahl fiel also auf den Handel, da ihm das Vorurthcil der Christen und der unpolitische Druck seiner Glaubensgenossen jeden andern Ausweg versperrte. Allein Merkurs Stab zu' schwingen, war nun einmal seine Sache nicht. Er stand bald wieder auf dem Punkt, von dem er ausgegangcn war. Neue Verlegenheit, neues Schwanken zwischen Furcht und Hoffnunz!—Der Zufall, dieser unbegreifliche magische Lenker der menschlichen Schicksale, bot ihm zuletzt seinen Arm. Ein Vetter von ihm heirathetc die Tochter eines Wechslers in Göttingen, Namens Gumprecht. Dieser nahm ihn als Buchhalter zu sich, und so befinid sich auf ein« mal der Jüngling, der von Wissensdurst brannte, an dem unerschöpflichen Quell der Musen und ihrer würdigen Priester. Ja, scy mir immerhin gepriesen, holde Georgia Augusta, die du die verehrte Säugamme der trefflichsten Geister Germanien'ö warst! —