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Sulamith · 1811-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1811) · p. Seite 208

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1811)
Article
Imre sefer u.s.w. [Rezension]
Date
1811-01-01
Page
Seite 208 (sequence 15)
Language
German
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und sich wieder zu Gott wendet, Nachsicht und Vergebung erwarten; nicht so aber, wenn er irgend einem göttlichen Gebote zuwiderhandclt, wobei er zugleich eine Pflicht des Menschen gegen Menschen verletzt. War er nicht ehrcr« bietig gegen seine Eltern, hat er gestohlen; sich an dem Eigcnthum eines andern vergriffen; ihn an seinen Besitzungen oder Rechten verkürzt; hat falsche Zeugenschaft wider ihn eingesagt (ausgcsagt), oder seine Ehre angetastet, und ihn gekrankt: da hilft kein Fasten , kein Weinen, Fichen und Kasteien. Er findet bei Gott kein Gehör, und kann auch keine Versöhnung hoffen, so lange er nicht den Nächsten wieder besänftigt, ihm das Geraubte, Gestohlne und Ent» wendete wieder zustellt, ihm mit einem Worte den Schaden nicht vergütet, welchen jener durch ihn erlitten hat. So lang dicß nicht geschieht, kann Gott ihm durchaus seine Sünden nicht vergeben. — Ich wiederhole euch dieses darum, weil es Menschen gicbt, die glauben, durch Fasten, Weinen, vieles Beten und tiefes Kopfbeugen ihre Sünden abzukommen, die aber das gewaltsamer oder listigcr Weise an sich gerissene fremde Gut dem Eigenthümer vorenthalten, deren Arm noch ausgcstreckt ist, die Besttzungen und Rechte ihres Nächsten zu verkümmern, deren Zunge noch immer im Verborgenen schleicht, seine Ehre zu beflecken, oder ihn da, wo es am meisten schadet, zu verläumden. Hütet euch vor diesen Scheinheiligen, deren Her; siebenfaches Greul ausbrütet, indem sich ihre Augen gottcsfürchlig verdrehen! Hütet euch vor diesen von Gott gehaßten Heuchlern, die in ihrem Busen alle Wahrheit verspotten, auf ihren Lippen aber Frömmelei und Gottesverehrung zur Schau umher tragen. Keiner

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