Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 204 (sequence 11)
- Language
- German
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204 nicht stehlen, wich der Leser aufmerksam gemacht, daß unter diesem Verbote jede Art von Betrug undUebervorthcilung, scy es im Maaße, Gewichte, in der Münze u. s. w. Jt» verstehen ist. ״Ich finde hier noch zu bemerken, sagt der denkende Vers., daß bei keinem dieser Gebote dir Schrift irgend einen Wink gicbt, als ob sie nur Israeliten gegen Israeliten zu beobachten, gegen Menschen von andern Völkern und Religionen aber von keiner Verbindlichkeit wären. Die Schrift sagt nur: du sollst nicht morden: ״du sollst nicht Unkeuschheit treiben, du sollst nicht stehlen." Eie verbietet und verabscheuet die That, ohne a u f d i e Person zu sehen, an welcher sie verübt wird. Hieraus lernen wir nun, daß die Verschiedenheit des Glaubens in Beziehung auf diese und dergleichen Gesetze nicht den aller« mindesten Unterschied zuläßt; und daß wir uns alles dessen, was wir den Israeliten nicht zufügcn dürfen, gegen jede andere Religionsparthei eben so sorgfältig enthalten müsfen. Wer demnach einen Nichtisraeliten, und überhaupt einen Anhänger einer andern Religion (sind diese letzte Worte nicht pleonastisch?) bestiehlt oder betrügt, begeht das nämliche Verbrechen, als ob er feine Glaubensverwandten bestohlen oder betrogen hätte. Bei Gott sind alle Menschen gleich, so verschieden ihr Gottesdienst auch ist, zu welchem sie erzogen worden sind. Allenthalben leuch- »et uns die göttliche Absicht ein die Menschheit zu vervollkommnen" u. s. w. *) *) וממה שאמר השם ית' לא תרצח. לא תנאף ׳ ל* הגנב, ולא אמר לא תרצח איש ישראל, לא תנאף אשת ישראל, לא המג טמקנה וקנין ישראל, למדנר