Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 9)
- Language
- German
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2or richtete sehr wahr belehrt, nicht minder über den ehcmaligcn Gottesdienst, über den Zweck der Opfer, über die sehr viel EuteS bezweckende»! Israelitischen Wallfahrten nach Jerusalein u. s. w. Die toleranten Gebete Salonio's bei der Einweihung seines Tempels werden dem Kinde mitgethcilt und auch ihm schon früh ein gelauterter Sinn für Religionsfreiheit beigebracht: ״wie wäre es möglich unsere Mitbrüdcr wegen Glaubcnsmcinlmgcn zu hassen 1 Ist. Gott nicht unser aller Vater? Liebt er nicht alle seine Geschöpfe? Gewiß versorgt er alle ohne Unterschied mit dem, was sie bedürfen, kennt die Herzen, und prüft die Gesinnungen aller, ist allen gleich Beschützer, Helfer» Ret« tcr, hat alle Menschen mit dem schönsten Geschenke, mit Verstand, Sinn und Witz begabt und alle Menstl)en zur »vonnevollen Glückseligkeit berufen." Nachdein auch das Kind von unfern» jetzigen Gottesdienste und der Art und Weise, wie wir zu den Formeln unserer Gebete gekominen sind, genügend erfahren hat, geht der Verf. zu den noch von ihm unerklärten 6 Geboten über. Herzlich und rührend ist die Schilderung von den Lasten und Mühseligkeiten der Eltern, denen sie sich der Kinder wegen so gern und so willig untcrziehen, welche der Verf. bei dem fünften Gebote: d u sollst Vater und Mutter ehren, entwirft. Eie muß auf das jugendliche Gemüth wirken, und besonders, wenn sie von einem Lehrer gut vorgctragcn wird. Bei dein Verbote: du sollst nicht morden, wird das Kind belehrt, überhaupt kein Ding unnüyerweise zu verderben, und nicht grausam gegen irgend ein lebendes Wesen zu sc»)N. Beim Gebote wider die Unkcuschhcit drückt sich der Verf. eben so schön als wahr ans. ״Wer die Iran seines Nächsten