Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 6)
- Language
- German
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lind die Liebe zur Tugend, sind zwar Gott gefällig, aber von keinem Nutzen, so lange sie nicht in Wcrkthäligkeit (Praxis) übergeben, wie die Weisen sagen: Das Forschen nicht; das Handeln ist die Hauptsache (die spekulative Phi׳ losophie ohne die praktische taugt nur wenig); allein auch der äußere Gottesdienst ist mangelhaft, wenn er nicht mit einer gründlichen Erkenntniß unserer Bestimmung vcrbunden ist." Diese sehr wichtige Lehre wird durch vortreffliche Beispiele (Abschn. 73. 74.) erläutert. Die Antwort, die der Vers, auf die 2te Frage dem Kinde giebt, kann Rec. sich nicht enthalten, ihrer Schön« heit wegen hebräisch und deutsch den Lesern dieser Zeitschrift mitzutheilen. ״Kann Gott unseres Dienstes bedürfen V' war die zweite Frage. — Gott bedarf allerdings keines Wesens außer sich; unser Dienst bringt ihm weder Nutzen Noch Vortheil, wie die Schrift spricht: ״Bist du fromm: was kannst du ihm (Gott) damit zuwenden?" Die Der-- ehrung des unendlich vollkommenen Wesens zweckt einzig und allein zu unserm Wohle ab. Unser innerer Sinn wird dadurch geläutert und vervollkommnet. Jcmehr wir uns im Gemüthe der Gottheit nähern, desto mehr verliert sich der Werth, den wir gewöhnlich auf die Güter dieser Welt setzen; ihre Vergänglichkeit verdunkelt den Reiz, mit dem sie uns anlockcn. Die Bande der Thor heit, die das menschliche Herz in der Jugend umsihlangen, lösen sich allmählig auf; man strebt nicht mehr mit unmäßigem Eifcr nach Reichthürncrn und Würden, jagt den Ergötzlich« keilen und Vergnügungen nicht mehr mit unersättlicher Be« gicrde nach, und weicht den Fallstricken der wollüstigen