Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Imre sefer u.s.w. [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 4)
- Language
- German
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!9? Auch über den Punkt, der schon so vielen Bibelverkenncrn ein Stein des Anstosses war, daß ein gütiger Schöpfer das Verbrechen der Väter an die Kinder heimsuche, — werden die Begriffe des Unterwiesenen dahin berichtiget, daß dieses Verfahren ganz natürlich und von keiner Ungerechtigkeit begleitet sey. Die Erklärung über diesen Gegenstand ist zusammenhängend und gestattet dem Ree. keinen Auszug. Da also alles den Charakter der Liebt an sich trägt, so würde, folgert der Verfasser sehr richtig, derjenige einen sehr falschen Begriff von dem göttlichen Wesen haben, der es so fürchtet, wie der Sklave seinen Tyrannen. ״Der Mensch straft fast immer mit Hitze, bleibt selten in den Schranken der Gerechtigkeit, und sehr oft hat die Strafe mehr die Befriedigung des aufgebrachten Gemüthes, als die Besserung des Züchtlings zur Absicht. So sind nicht die Wege Gottes! wer eine solche Vorstelkung von ihm hat, der verräth einen Sklavenfinn (,) ein Gemüth, das außer der Furcht vor körperlicher Züchtigung gefühllos ist.-״Die Furcht, welche aus der Quelle der Liebe fließt, nennen wir Ehrfurcht." (Rec. hätte hier den Vers 20. in 5. Buch Mosis Kap. 10. את ולאלהיך תירא, welcher nach dem Sprachgebrauche Ehrfurcht bezeichnet, zum Belege gewünscht.) Das Verhältniß Got« tes zum Menschen als gütiger Vater und wohlthatiger Regent wird dem Kinde durch einleuchtende Beispiele (Ad» schnitt 6z. 64. 65. 66. 67. 68.) recht anschaulich bärge« stellt.—Bei der Liebe zu Gott führt der Verfasser eine Stelle des Talmuds zur Erklärung an: ״Gott lieben pnd ihm an hängen" — wer Gott anhangcn wilh der hänge seinen Werken an: wie er ist erbarmungsvolh