Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Darstellung der Töchterschule des jüdischen Philantropins in Frankfurt am Main
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 13)
- Language
- German
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1$9 nähme in diese Klasse warm, so mußten dennoch mehrere, die das Deutsche noch nicht fertig und das Hebräische gar nicht lesen konnten, dazu genommen werden, um die Eie« meutarklasse nicht zu beeinträchtigen. Der erfahrne Schulmann kennt die Schwierigkeiten einer guten Klassifiz>ru»z bei Errichtung einer Schule, die fast ans Unmögliche gränzt. Diese Klasse erhielt den weitern Unterricht im Lesen si» wie im Elemcntarrechnen durch Demoisclle Flörsheim. Im Letztem sind die meisten bis in die vierte Uebung gekommen. Hr. Lehmann widmete zwei wöchentliche Stunden denVerstandcsübungcn, worin er die allgemeinsten Begriffe aus der Naturgeschichte, die Merkmale der Klassen und besonders den mannichfaltige» Gebrauch der Pflanzen mit den Zöglingen aufsuchte. Diest diente zugleich zur Sprach- Übung, indem die Kinder angcleitet wurden, die gesundencn Eigenschaften in kurzen Sätzen auszusprechen. Zu« weilen wurde die Geschichte einer Gattung ausführlich erzählt und ein Zögling aufgcfordcrt, dieselbe zu w ederholen. Zwei andere Stunden waren der deutschen Sprache bestimmt; Entwickelung der nothwendigsten Rcdetheile und Abänderung der Haupt u. Zeitwörter wechselten mit orchographischen Uebungcn ab. In der zweiten Klasse mußte ich das Rechnen ebenfalls mit der Einheitcntabelle anfangen, da bei weitem die meisten noch keinen Zahlenbegriff hatten. Weil aber das Alter vieler Schülerinnen ein zu langes Verweilen bei den ersten Elementen nicht gestattete und die Fortschritte auch schneller waren, so glaubte ich