Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1811)
- Article
- Darstellung der Töchterschule des jüdischen Philantropins in Frankfurt am Main
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 10)
- Language
- German
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18« Dir Schult suche daher auch diesen höher« Sinn ju schär« fen und es ist nicht schwer, wenn jeder Lehrer in seinem Kreise darauf hinjielt und nichts Unschickliches, und Gro« des ungrrägt läßt. Was nun den eigentlichen Unterricht betrifft, so be« darf das Weib keiner ausgebreiteten Kenntnisse, auch ist es nicht zum angestrengten Nachdenken gestimmt; aber die« jenigen Kenntnisse und Fertigkeiten, welche zur bessern Er« füllung seiner Bestimmung als Mensch und Weib nöthig sind, sollten ihm nicht fehlen. Darunter sind, nach der Sitten - und Rcligionslehre die weiblichen Arbeiten die wichtigsten und unentbehrlichsten. Zu dem Nothwendigsten gehört auch die Kenntniß der Muttersprache nebst Schreiben und Rechnen, welche zur ordentlichen Führung des Hauswesens erfordert werden. Zweckmäßig und bildend ist auch das Wissenswürdigste aus der Geographie, Naturgeschichte und Naturlchre. Fremde Sprachen gehören zu den entbehrlichen Kenntnis« sen, wenn nicht Mode und politische Verhältnisse die Erlernung der französischen Sprache so allgemein gemacht hätten, daß sie von den Unterrichtsgegcnständen nicht aus« geschlossen bleiben darf. Wenn sie nur nicht so übermä« ßig hoch angeschlagen und gleichsam als der Maaßstab der ganzen Bildung betrachtet würde. Unter den schönen Künsten verdient die Zeichcnkunst deshalb den Vorzug, weil sie zu manchen Putzarbeiten nöthig und ihre Erlernung nicht mit so vielen Schwierig« feiten verknüpft ist; sie sollte daher billig in jeder Schule gelehrt werden. Jnstrumentalniusik kann kein Gegenstand